Alexander Wutz

 

 

 


Was dabei heraus kommt, wenn ein Bayer und eine Nordfriesin gemeinsam ein Buch erschaffen, das kann man schon seit längerem als schönes Resultat anschauen: „Arbeitslos im Job“

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Doch der Weg dahin ... wenn zwei Kulturen und Sprachen aufeinander prallen ... hier plaudere ich nun ein bisschen aus dem Nähkästchen. Bereits die Begrüßung unterscheidet sich voneinander: „Moin, moin“ sagen die Nordfriesen – zu jeder Tageszeit! Und sie sprechen platt und friesisch, doch - zum Glück! – auch hochdeutsch, wenn auch noch nicht bayrisch.

Westerhever Leuchtturm

Nordfriesland, das auf friesisch Nordfraschlönj/ Nordfriislon/ Nuurdfriisklun und auf plattdeutsch Noordfreesland heißt, liegt im Nordwesten von Schleswig-Holstein.Das Wohngebiet der Nordfriesen besteht aus sechs Inseln und zehn Halligen, sowie einem Küstenstreifen auf dem Festland zwischen den Flüssen Eider und Wiedau an der deutsch – dänischen Grenze. Auch das angrenzende Wattenmeer gehört zu Nordfriesland. Der Kreis Nordfriesland ist der am dünnsten besiedelten Regionen in ganz Deutschland und erst der Deichbau machte Nordfriesland überhaupt zu einer bewohnbaren Landschaft.

Um 1100 wurden die ersten, niedrigen Deiche errichtet, um das Land vor dem Meer zu schützen und dann immer weiter ausgebaut und verbessert. Heute ergeben die nordfriesischen Deiche allein schon einen mehrere Hundert Kilometer langen Erdwall. Regelmäßige (meist jährliche oder halbjährlich) werden die Deiche auf ihre Standsicherheit und den ordnungsgemäßen Zustand überprüft.

Und hier auf dem Deich ist Bertha zu Hause, das Deichschaf aus Nordfriesland. Na klar ist Bertha ein ganz besonderes Schaf, mit ganz besonderen Träumen: fliegen will sie, weil sie es zu langweilig findet, immer nur als Deichschaf zu arbeiten.

Wie es wohl den Menschen in den Büros ergehen würde, wenn sie sich wie in unserem Buch durch die Langeweile in ihrem Job so unterfordert fühlen, dass sie fliegen wollen? Nun, man stelle sich mal vor: Ein Angestellter öffnet sein Bürofenster und beginnt in seiner Arbeitszeit mit dem Drachenfliegen. Ich vermute, dann fliegt er wirklich – nur nicht so, wie es Bertha gelingt in der fröhlichen Geschichte, die Sabine Marya in unserem gemeinsamen Buch an Stelle eines Nachwortes gesetzt hat.

Neulich, beim Telefonat mit Sabine Marya, verriet sie mir, dass Bertha sicher auch irgendwann mal in die Berge will: „Bertha will in die Berge“ – Also, Leute, warum nicht gleich: „Bertha will nach Bayern!“ Oder???

Ich stelle mir gerade vor, wie das Berthachen über den Viktualienmarkt flaniert und die Marktweiber zum Wahnsinn treibt, weil es überall an dem frischen Gemüse und den bunten Blumen knabbern möchte, bzw. es schon macht. So steht es dann kurz davor, tatsächlich das Fliegen zu lernen, weil es von einem drallen, dickbusigen Marktweib, im feschen Dirndl, einen Tritt in den wolligen Hintern angedroht bekommt. Und dazu lapidar meint: Des is a borischer Gruaß ausm Fuaß. Also eine münchnerisch erfreuliche Herzlichkeit. 

Da hilft nur noch: “Prost Möhrensaft”

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Berthas Plaudereien op platt und auf hochdeutsch

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Ein besonderes Lesevergnügen für alle diejenigen, die das außergewöhnliche und philosophische Deichschaf Bertha schon kennen und gespannt sind, was diese zu und über uns Menschen so zu plaudern hat.